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Jan 16 2012

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Kino-Rettung steht vor letzter Hürde: Gibt die Stadt Geld dazu?

Fast alle Stadtvertreter wollen das Kino retten – nur jeder anders. Betreiber Peer Kretzschmar machte deutlich, was ihm fehlt: Das Geld für die Digitalisierung des Kamp-Theaters. Er hat nun den ersten Schritt gemacht und den Mietvertrag unterschrieben.

Nun liegt der Ball bei der Stadt: 25.000 Euro soll sie Kretzschmar leihen, damit er das Kino digitalisieren kann. Die Beschlussvorlage kommt von der FDP, die sich ihren errungenen Heiligendammer Rundweg gerade selbst demontiert und bis zur Kommunalwahl 2013 wieder ein handfestes Argument für die Wähler braucht. Wenn Selbstinszenierung brauchbare Ergebnisse hervor bringt, ist es ja auch nicht schlecht. In Heiligendamm hat sie bis auf den nun selbst wieder demontierten Rundweg nichts brauchbares hervor gebracht.

Der engagierte Kühlungsborner Kinobetreiber hat jedenfalls gute Ideen für das Kamp-Kino, von der auch die Stadt und ihre Jugendlichen profitieren können. Was sind 25.000 Euro, die man zurück bekommt gegen die enormen Gelder, die die Stadtvertreter bisher durch Uneinigkeit verschenkt haben? Einmal sich einig sein reicht, um das Kino zu retten.

Important!

Ostsee-Zeitung vom 16.01.2012

„Mietvertrag zum Kino liegt vor“

Bad Doberan – Gespannt blickt Peer Kretzschmar, Kinobetreiber aus Kühlungsborn, nach Bad Doberan: Ende des Monats sollen die Stadtvertreter über eine Beschlussvorlage zum ehemaligen Kamp-Theater entscheiden. Behält die Münsterstadt nach monatelangem Hin und Her ihr Kino doch noch?

„Der Mietvertrag ist zum 1. März unterzeichnet“, erklärt Kretzschmar. Er könne das Kino aber nur übernehmen und die Digitalisierung anpacken, wenn die Stadt ihn unterstütze. Dazu soll laut Beschlussvorlage der FDP ein Zuschuss von 25 000 Euro her, zudem ein Darlehen von 20 000 Euro, das Kretzschmar zurückzahlen will. „Die Konzeption liegt dem Bürgermeister seit langem vor“, sagt der Kühlungsborner.

Dies sei vermutlich die letzte Chance für die Stadt. „Wenn die Stühle raus sind, gibt es nie wieder ein Kino“, so Kretzschmar. Er könne sich viele Synergien mit der Stadt vorstellen. Eine Idee: ein Filmklub für Jugendliche. „Ich möchte Jugendliche ins Boot holen und mit ihnen Filme herstellen.“ Die Stadt könnte von Werbefilmen profitieren – auch in 3D. Kretzschmar: „Ich bin immer zu einem Gespräch bereit.“ fp

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