Hintergründe

Hintergrund: Sind die Residenzen Heiligendamm Dauer- oder Ferienwohnungen?

Hartnäckig hält sich bei den Einheimischen das Gerücht, in den Villen der "Perlenkette" würden Ferienwohnungen entstehen. Vielleicht steckt Absicht dahinter, denn Ferienwohnungen haben einen schlechten Ruf, werden doch aktuell wie in den 1960er bis 1980er Jahren ganze Dörfer mit meist architektonisch anspruchslosen Fewo-Blöcken zugepflastert und für immer zerstört. "Das werden bestimmt Ferienwohnungen" ist inzwischen ein geflügeltes Wort für "Ich mag das nicht". Und es gibt so einige, die das, was in Heiligendamm geschieht, nicht mögen. Doch was ist dran am Gerücht? Tatsache ist, dass der ursprüngliche Bebauungsplan von einem Sondergebiet "Hotel" auch für die Perlenkette ausging. Ob das nun als Teil des bestehenden Grand Hotels oder als eigenes Hotel betrieben werden sollte, darüber war man sich offenbar nicht im Klaren, musste ja auch erst einmal die Entwicklung des Grand Hotels und des Fonds abwarten. Es zeigte sich schon ein Jahr nach der Eröffnung, dass die Perlenkette nicht Teil des Grand Hotels sein kann. Der wichtigste Grund war die Finanzierung: Ging man bisher davon aus, die Sanierung über einen zweiten geschlossenen Immobilienfonds zu finanzieren, platzten diese Träume mit Gesetzesänderungen der rotgrünen Regierung wie Seifenblasen. Das Ende der geschlossenen Immobilienfonds wurde durch Änderungen im Steuerrecht eingeleitet. Der Fonds Nr. 34 für das…
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Hintergrund: Wie der Beirat des Grand Hotels Heiligendamm nützt.

Olaf Meinking, Medienanwalt; Hans Koenemann, Steuerberater und Unternehmer und Werner Graf von Moltke, Medienkaufmann und Sportunternehmer - das sind drei bekannte Namen. Ihre Expertise soll helfen, das Grand Hotel Heiligendamm als Nummer eins zu positionieren. Das 5-Sterne-Luxushotel ist bereits die Nummer eins in Mecklenburg-Vorpommern, aber die Konkurrenz ist auch nicht groß und der G8-Gipfel hat das Haus bekannt gemacht, auch für alle, die nicht wissen, dass es sich im ältesten deutschen Seebad (also der Nummer eins) befindet. Doch Paul Morzynski will mehr, als nur eine sich von selbst ergebende Nummer eins: Er will das Hotel in Deutschlands ersten Seebad wieder zum Ideen- und Taktgeber machen, an dem sich wie vor 200 Jahren alle anderen orientieren. Da ihm nun einmal nur das Grand Hotel gehört und die lokale Politik und Verwaltung nicht erkennen lässt, irgendwann mal Heiligendamm wieder zum Taktgeber machen zu wollen, ist seine Entscheidung nur logisch: Ein Gremium soll als Schnittstelle zwischen dem Hotelmanagement und dem Eigentümer bilden, also Investor und Basis besser miteinander verbinden. Erste Veränderungen gehen Medienberichten zu Folge bereits auf die Ideen dieses Gremiums zurück. Der Name "Beirat" passt, darf aber nicht mit dem "Heiligendamm-Beirat" verwechselt werden, welcher bis vor zwei Jahren auf politischer Ebene im…
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Hintergrund: Hier steckt das Konfliktpotenzial in Heiligendamm.

Seit der Eröffnung des Grand Hotels dreht sich in Heiligendamm alles nur um nicht mehr vorhandene Wege. Insbesondere der so genannte "Stichweg" als kürzeste Verbindung zwischen Molli-Bahnhof und Seebrücke spaltet seit einem Jahrzehnt die Stadt. Was es damit auf sich hat, soll dieser Beitrag zeigen. Ausgangslage Zu DDR-Zeiten gab es in Heiligendamm fünf Schwerpunkte, die das Ortsbild prägten: 1. Das Sanatorium für Werktätige Die Kureinrichtung war in den fünf Hauptgebäuden und drei Cottages, Haus "Brahn" und Teilen der Orangerie untergebracht, aber auch sechs Villen der Perlenkette wurden von ihm genutzt. Insgesamt verkaufte die Treuhand 26 Immobilien an die Jagdfeld-Gruppe, die alle in direktem Zusammenhang mit der Bewirtschaftung des Sanatoriums standen. 2. Fachschule für angewandte Kunst Die Fachschule war in der Kühlungsborner Straße angesiedelt und umfasste zwei Stadthäuser für die Schule und zwei weitere für das Internat. Hinzu kamen einige Zweckbauten hinter den Häusern. Nach der Umwandlung des Sanatoriums zur Ostseeklinik zogen Studenten auch in die frei gewordenen Cottages und Villen. 3. Forstwirtschaft Die Forstwirtschaft und das Jagdwesen spielten seit den 1960er Jahren eine große Rolle in Heiligendamm. Ein Forstferienheim mit Bungalowsiedlung, ein Jagdhaus, ein Schützenhaus und Schießplatz entstanden im Großen Wohld unmittelbar in der Nähe des Golfteiches. 4. Wasserwirtschaft Zur…
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Hintergrund: Das Mediationsergebnis im Detail

Das Ergebnis der Mediation wurde im Vorfeld vom Tourismusbund auf dessen Internetseiten veröffentlicht. Die mir inzwischen vorliegenden Dokumente sind damit identisch, es handelt sich also um die originale Fassung. Zu den einzelnen Passagen füge ich nach bestem Wissen und eigenem Verständnis Erläuterungen bei.   MEDIATION HEILIGENDAMM Protokollierte Ergebnisse nach dem 2. Mediationsgespräch, am , in den Räumen der IHK Rostock Präambel (liegt in der gefundenen Fassung noch nicht vor). 1. Die Parteien sind sich einig, dass die Entwicklung der Ortsteile Heiligendamm und Vorder Bollhagen der Stadt Bad Doberan nur als Ergebnis der Abwägung zwischen öffentlichen und privaten Interessen erfolgreich sein kann. Die Parteien sind sich weiterhin einig, dass ein positives Außenerscheinungsbild von Heiligendamm, insbesondere in der überregionalen Wahrnehmung, zwingende Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung ist. Hierzu zählt vor allem die Rechts- und Planungssicherheit sowohl für die ECH als Verkäufer als auch für potentielle Käufer einzelner Objekte. Die privaten und öffentlichen Interessen sind nicht klar definiert. Zu den privaten Interessen gehört zweifellos die erfolgreiche und gewinnbringende Umsetzung von Geschäftsmodellen unter Berücksichtigung der Interessen derer, die Geld bringen, also der Hotelgäste, Wohnungseigentümer, deren Gäste, eventuelle Mieter und Pächter sowie der Nutzer von Angeboten innerhalb der Geschäftsmodelle. Die öffentlichen Interessen sind nicht definiert…
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Ausverkauf in Heiligendamm: Letzte Entwicklungsflächen werden verscherbelt

Der Traum vom mondänen Seebad im Bad Doberaner Stadtteil Heiligendamm - er wird seit Monaten systematisch zerstört. Ein Strandzentrum sollte an der Kurve der Seedeichstraße gleich hinter dem Deich entstehen. Von einem Pavillon war jahrelang die Rede, hier sollte Gerhard Butzes "Bistro am Strand" eine neue Bleibe finden, hier sollten Toiletten hin, ein Café, ein paar Geschäfte. Pacht, Miete oder Kauf waren im Gespräch und bauen wollte die Stadt selbst oder ihre WIG. Jahrelang passierte nichts, der Schotterplatz diente als im Sommer hoffnungslos überfüllter Parkplatz und nachdem die Stadt dort auch noch Automaten aufstellte und abkassierte, war sie so zufrieden, dass sie gar nicht mehr an ein Strandzentrum dachte. Nachdem die Pacht- und Mietverträge Butzes und auch Walters (Schwanencafé in den Kolonnaden) endeten und beide Heiligendamm den Rücken kehrten, kam wieder Bewegung in die Sache. Statt eines Strandzentrums mit Branchenmix sollte es nun nur noch eine Strandversorgung sein und wer sie baut, darf sie auch betreiben. Der Heiligendammer Architekt Ralf Goedeke präsentierte ein nierenförmiges modernes Gebäude und berücksichtigte auch einen Spielplatz von der Wunschliste seiner Mitstreiter von der Interessengemeinschaft Heiligendammer Gastgeber (IHG). Link zur Visualisierung des ursprünglichen Entwurfes der Strandversorgung: Der Doberaner Gastgeber Tom Wosar brachte einen Gegenvorschlag ein, eine…
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