Unser letzter Rundgang in 2008.

Die ECH hatte im Januar verkündet, dass im März der Wiederaufbau der Perle erfolgen soll. Außerdem sollten die restlichen zu Disposition gestellten Villen abgerissen und ebenfalls neu aufgebaut werden. Eine Tiefgarage sollte errichtet werden und die Villen miteinander verbinden.

Das Alexandrinencottage sollte gegen den Willen der Denkmalschützer aufgestockt und zu Jagdfelds Privatvergnügen werden. Die Promenade sollte verkürzt und auf 60 Meter zum Hotelpark umgebaut werden und diverse Kleinarbeiten waren angekündigt. Schauen wir mal, was sich im September 2008 getan hat. Die Saison ist jetzt zu Ende und was bis jetzt nicht gemacht wurde, kriegt der Gast bis Mai 2009 auch nicht mehr mit. Was jetzt noch an Bauarbeiten kommt, wird natürlich dokumentiert aber wie wir noch erfahren werden, ist da in 2008 nichts zu erwarten.

Bitte beachten Sie den Nachtrag am Ende der Seite!

 

Hinweise: 
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Nachtrag 2017:
Die Dinge sind so wiedergegeben, wie sie sich nach dem Lesen insbesondere der OSTSEE-ZEITUNG dargestellt haben. Allerdings sind die Dinge anders gelaufen, als dargestellt und/oder angenommen:

Die Einziehung von 60 Metern Promenade im Westen war schon 2006 zwischen der Stadt und ECH vereinbart worden. Um pünktlich zum G8-Gipfel den Seebrückenplatz pflastern zu können, hat man im Vorfeld Grundstücke getauscht, um ihm eine einheitliche Form zu geben. Ein Dreieck vor der Perlenkette gehörte der ECH und ging an die Stadt und dafür ging eine etwa gleich große Fläche (nämlich der Weg vom Haus „Mecklenburg“ bis zum Hotelpark) aus dem Besitz der Stadt an die ECH. Der Stadt gehörte nur dieser Weg, kein Stück rechts und links davon. Damit war dieser Tausch eine Win-Win-Situation für die ECH und das Grand Hotel auf der einen und die Stadt auf der anderen Seite. Dass es einige Bürger nicht so sehen ändert nichts daran, dass die von ihnen demokratisch legimitierten Stadtvertreter diesem Tausch zugestimmt haben.

Die „überraschende“ Tiefgarage hat auch seinen Grund: Als die Perlenkette 1997 geplant wurde, sollte sie nur Teil des Grand Hotels werden und es hätte keiner Parkplätze am Haus bedurft. Nachdem man erkannte, dass die Perlenkette als Teil des Hotels wirtschaftlich keinen Sinn macht, wurden dort Ferienwohnungen geplant. Auch hier hätte es gereicht, die Parkplätze im Ort mitzubenutzen. Allerdings stellte sich heraus, dass die Interessenten nicht nur an 60 Tagen im Jahr, sondern länger, zumindest aber selbstbestimmt in den von ihnen teuer bezahlten Wohnungen wohnen möchten und dass sie nicht bereit sind, das Auto am Ortsrand zu parken. Darum wurde eine Tiefgarage geplant und ein Dauerwohnrecht angestrebt – beides zieht Änderungen des Bebauungsplanes nach sich. Da die Zeit aber drängte – man hatte 2004 vereinbart, bis 2010 auf den Stichweg zu verzichten, wenn u. a. 20% der Perlenkette saniert sind, sodass man spätestens 2008 anfangen musste, um das zu schaffen – drängte auch die ECH, denn sie wollte ja den Stichweg auf keinen Fall. Es ist nur logisch, dass jene, die den Stichweg aber wollten, nun so lange wie möglich alles herauszögerten, damit die ECH es gar nicht schafft, bis 2010 fertig zu sein. In diesem Kontext muss man das nicht vorhandene Baujahr 2008 sehen:

Nicht die ECH hat alles verzögert – die wollte lieber heute, als gestern sanieren, verkaufen und Geld verdienen – nein, die Stadtvertreter (fairerweise: EINIGE Stadtvertreter) haben für ein Jahr Stillstand gesorgt. Und sie hatten eine unter den Bürgern verbreitete Anti-Stimmung hinter sich, aus der auch Journalisten viel Stoff ziehen konnten und zogen und somit die Anti-Stimmung immer weiter anheizten. 2008 war das Jahr, an dem ein halbes Jahrzehnt Stillstand zementiert wurde. 

 

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