Was ist eigentlich los in Heiligendamm?

Diese Frage stellte sich gleich zum Jahresbeginn. Kempinski wirft das Handtuch, steigt im Grand Hotel aus, kündigt den Managementvertrag mit sofortiger Wirkung und verlässt Heiligendamm. FUNDUS mit seiner ECH poltert los, dass die Kempinski-Gruppe gar nicht zur Kündigung berechtigt ist und die Kempinski-AG schießt zurück, dass eine weitere Zusammenarbeit unmöglich sei, da FUNDUS-Chef Anno August Jagdfeld sich dauernd einmischt und die ständigen Einmischungen sogar Personalfragen betreffen. Der letzte Hotelchef wurde von FUNDUS gestellt, nachdem alle Kempinski-Kandidaten abgelehnt wurden. Die Kempinski-Gruppe behauptete zudem, noch 1,1 Mio. Euro an Managementgebühren von FUNDUS zu bekommen, die wiederum konterte, dass Kempinski in fast dieser Höhe Schäden durch falsche Reinigung der Teppiche angerichtet hätte. Es folgte ein Rosenkrieg, in dessen Folge die Internetseite des Grand Hotels vorübergehend nicht erreichbar war und in den Folgetagen das Wort „Kempinski“ überall in Heiligendamm verschwand.

Aus Angst vor Imageschäden klagte die Kempinski-Gruppe mit Adlon-Erbe Percy Adlon im Schlepptau gegen die Verwendung des Namens „Adlon“ außerhalb von Berlin. Sie will damit erreichen, dass es kein „Adlon am Meer“ und auch keine Adlon-Suiten oder ähnliches gibt.

Kurz nach dem Ausstieg Kempinskis musste die Stadtverwaltung über die Bebauungspläne entscheiden. Die ECH wollte eine Tiefgarage vor der Perlenkette errichten, wozu die Promenade abgetragen und leicht erhöht neu gebaut werden müsste. Nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs durch Arbeiten an der U-Bahn-Trasse waren sich die Stadtvertreter nicht mehr so sicher, ob das eine gute Idee ist und da die ECH auch nicht vertraglich dafür gerade stehen konnte, dass sie die Perlenkette tatsächlich zeitnah saniert und dafür auch genug Geld zur Verfügung hat, lehnten die Stadtvertreter mit knapper Mehrheit die Änderungen im B-Plan ab.

Daraufhin entbrannte eine Diskussion, die bis heute anhält und auch diese Internetseite erreichte.

Ich setzte mich hin und recherchierte, schrieb die ganze „Kontroverse“-Seite neu, veränderte die Technik und etwas vom Design der Seite und bin heute (21.04.2009) noch mitten drin in der Arbeit. Die Dokumentation wurde angenommen und jetzt wollen die Leute nicht mehr nur lesen, sondern auch schreiben. Ich will ihnen das ermöglichen und daran arbeite ich.

Darum ist es auch schon April geworden, bevor wir unseren ersten Rundgang starten konnten.

Wir wollten es wissen: Was ist los in Heiligendamm?

 

Hinweise: 
Durch Anklicken eines Bildes öffnet sich ein Schaukasten, der das Bild in voller Größe zeigt und ein Durchblättern der Gallerie ermöglicht. Diese Box lässt durch Klick auf das Kreuz oben rechts schließen. Die Rundgänge dienen zur Veranschaulichung der Entwicklung Bad Doberan-Heiligendamms sowie zur Unterhaltung. Die gemachten Aussagen sind rein privater Natur und stellen die persönliche Meinung des Autors nach dem jeweiligen Kenntnisstand am Tag des Rundgangs dar. Der Autor übernimmt keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit der Informationen. Eventuelle Nachträge werden am Ende dieser Seite als solche erkennbar gemacht.  Dort finden Sie auch eine Übersicht über alle Rundgänge.

 

 

 

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Martin Dostal2009Was ist eigentlich los in Heiligendamm? Diese Frage stellte sich gleich zum Jahresbeginn. Kempinski wirft das Handtuch, steigt im Grand Hotel aus, kündigt den Managementvertrag mit sofortiger Wirkung und verlässt Heiligendamm. FUNDUS mit seiner ECH poltert los, dass die Kempinski-Gruppe gar nicht zur Kündigung berechtigt ist und die Kempinski-AG schießt...Sommerfrische seit 1793  |  Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Bad Doberan-Heiligendamm