Alles auf Anfang?

„Heiligendamm kratzt am Image des ganzen Landes“ lautete ein Zitat, das die Situation in der Weißen Stadt am Meer auf den Punkt brachte. Die kleine und große Politik drängte auf eine Mediation, anders als 2004 nicht durch ein Expertenkolloquium, sondern mit einem echten Mediator. Franz-Joachim Hofer aus Hamburg, lange Vorsitzender der Hanseatischen Anwaltskammer und als Mediator erfahren, sollte den vermeintlichen Provinz-Streit beenden. Vermeintlich, weil eben nicht nur einige Stadtvertreter und Verwaltungsmitarbeiter mit dem Heiligendamm-Investor im Clinch liegen, sondern das Ganze längst weite Kreise über die Kreisstadt Güstrow und die Landeshauptstadt Schwerin gezogen hat. Die Wurzel des Übels ist aber zweifellos in Bad Doberan – Heiligendamm zu finden und dort sollte Hofer die Streithähne an einen Tisch bringen und Kompromisse finden.

Ich persönlich hielt nichts davon, denn Kompromisse sind immer ein Ablassen und ich sah schon, wie dem Investor eine Chance nach der anderen genommen werden würde, in Heiligendamm überhaupt Geld zu verdienen, um es wieder investieren zu  können. Aber Stadt und Landkreis mit Klagen überhäufen, hätte zu viel Zeit gekostet, insofern war die Bereitschaft zu einer Mediation nachzuvollziehen. Kaum ging der Vorhang auf, kam auch schon das Kasperle in Gestalt der sich darum streitenden Stadtvertreter, wer überhaupt am Tisch sitzen soll und wer alles bezahlt. Immerhin ist Heiligendamm ja nicht nur das, was Jagdfeld gehört, sondern auch das Grand Hotel und die MEDIAN-Klinik, die auch ihren Platz in der Zukunft des ersten deutschen Seebades haben müssen. Die Klinik wollte sich das Ganze nicht antun und das Grand Hotel eigentlich auch nicht oder wenn, dann halt nur dabei sein, aber nichts bezahlen. So landete am Ende nur Jagdfeld am Tisch und musste auch die Kosten tragen. Auf der Gegenseite gab es Gerangel darum, wer für die Stadt am Tisch sitzen solle. Einige Stadtvertreter wollten das selbst, aber die Stadt schickte den Bürgermeister und seinen Stellvertreter – als Bauamtsleiter auch die wichtigste Person in den baulichen Fragen, derer es ja viele gibt.

Nach zwei Wochen stand das Ergebnis: Die Stadt verzichtet auf den Stichweg und kümmert sich um Fördermittel für einige Dinge, die zum größten Teil Jagdfelds ECH finanzieren soll und der musste auf so einiges verzichten oder einiges versprechen. Auf den Spuren der Mediationsergebnisse einerseits und der nebenher ja zum Glück nicht still stehenden Entwicklung Heiligendamms andererseits begaben wir uns 2015 mehrmals auf Tour durch Heiligendamm.

Kommen Sie doch mit!

 

Hinweise: 
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